Die Fahrt ins Skigebiet Colorado von Santiago aus dauert nur etwa eine Stunde. Die Fahrt war irgendwie komisch, ich war noch nie an Kakteen vorbei Snowboarden gegangen.
Vor dem Boarden mussten wir noch die Ausruestung mieten. Also schnell die Quittung zeigen, da wir schon in Santiago gezahlt haben. No no, erst noch ein Formular ausfuellen, dann da anstehen, abstempeln lassen und dann hier wieder anstehen. Ach ja, Hosen und Handschuhe unten mieten, Formular ausfuellen, abstempeln und anstehen. Auch fuer die Miete eines Schliessfaches musste ich wieder ein (anderes) Formular ausfuellen. Natuerlich muessen alle diese Formulare aufbewahrt werden, damit man wieder an sein Pfand kommt.
So laeuft es aber haeufig. Irgendwo anstehen, damit man weiss, wo man fuer welches Formular anstehen muss. Dann mit diesem Formular wieder anstehen, die Sache erledigen lassen, an der Kasse wieder anstehen, bezahlen. Mit der Quittung dann wieder anstehen und die Dienstleistung beziehen… Aber die Chilenen bleiben immer ruhig und auch die Angestellten erklaeren auch 100 Mal geduldig den Ablauf.
Mit dem Board und den Schuhen war ich zufrieden. Nicht gerade das neueste, aber ungefaehr das, was man auch in der Schweiz kriegen wuerde. Leider gab es dann keine Skihosen in meiner Groesse, so dass ich dann in Jeans fahren musste. Das war hart, denn ihr wisst ja, wie gerne Snowboarder auf ihrem Arsch sitzen
Das Skigebiet hatte eine anstaendige Groesse, aber die Pisten waren nicht so die Herausforderung. Die Jungs und Maedels aus Andermatt oder Arosa haetten sich schnell gelangweilt
Ob nun der Schnee in der suedlichen Hemisphaere andere Eigenschaften aufweist, weiss ich nicht. Er war aber wie bei uns im Fruehling am Morgen eisig und am Nachmittag nass…
Am Schluss musste ich nur noch die Quittungen der Schule, des Busbueros, des Snowboardverleihs, und des Schliessfachs ordnen und an den richtigen Stellen abgeben und heim gings.
Ich ueberlege mir noch, ob ich am Mittwoch nochmals boarden gehen will. Wenn man ueber die Schule bucht, kann man den Unterricht “schwaenzen” und kriegt an einem anderen Tag gratis Nachhilfe ueber die Themen, die man an dem Tag in den Bergen verpasst hat.