Chile hat eine lange Tradition von Erdbeben. Am 22. Mai 1960 wurde in Valdivia ein Erdbeben mit der groessten je gemessenen Magnitude von 9.5 aufgezeichnet.
Da hier in Chile die Erde jede Woche bebt, teilen die Chilenen die Erdbeben in zwei Kategorien ein: Temblor (“Zittern”) und Terremoto (“richtiges” Erdbeben, so ab Staerke 6 auf der Richterskala und Schaeden an Infrastruktur usw.).
Die Temblores waren aber immer so schwach, dass ich nie eines mitbekommen habe. Ich war immer enttaeuscht, wenn am Morgen die Lehrer sagten: “Habt ihr gestern das Temblor gespuert?”
Aber letzten Sonntag war es dann soweit: Ich lag auf meinem Bett, um die Hausaufgaben zu machen, drehte mich um und dachte noch: “Komisch, dass das Bett so zittert…” Aaaah! Ein Temblor!!
Laut dem Oficina Nacional de Emergencia wies das Temblor in Santiago eine Staerke von 2 auf. Das Epizentrum lag in La Serena, ca 470 km noerdlich der Hauptstadt mit einer Staerke von 5. Schaeden wurden keine registriert.