Letzten Montag bin ich ueber Nacht von Chiloé wieder nach Santiago gefahren. Ein Katzensprung, der im Bus in nur 17 Stunden zurueckgelegt wurde…
In Santiago ist definitiv der Sommer ausgebrochen:
Das Wetter wird sich bis Ende Februar nicht aendern. Mal schauen, wie angenehm das wird. Es gibt hier zwar den Fluss Mapocho, aber der ist zur Abkuehlung garantiert nicht zu empfehlen. Ihr solltet die Gesichter der Chilenen sehen, wenn ich sage, dass wir in schweizer Staedten in den Fluessen und Seen baden koennen.
Erste Prioritaet hatte in Santiago zuerst die Wohnungssuche. Da Pedro sein Angebot, bei ihm in Halbpension zu wohnen, von $90 auf $600 erhoehte, suchte ich mir eine moeblierte Wohnung an guter Lage. Die Suche gestaltete sich als einfacher als erwartet – definitiv einfacher als in Zuerich. Wer wuerde schon einem Auslaender ohne Job in der Schweiz eine Wohnung vermieten?
Na ja, einige Wohnungen entpuppten sich aber als ziemliche Loecher und ueber den Geschmack der Wohnungseinrichtungen liess sich mehr als diskutieren. Ich habe mich dann schliesslich fuer eine Zweizimmerwohnung mit 40m2 entschieden. Ziemlich klein und das “Bett” besteht aus zwei uebereinander gelegten Matratzen – welche mir Rueckenschmerzen bereiten. Gewoehnungsbeduerftig war auch, dass die Wohnungen hier weder vom Vorgaenger noch vom Besitzer geputzt werden. Ich bin ja definitiv kein Sauberkeitsfanatiker und als Backpacker lernt man auch, seine Hygieneansprueche etwas zurueckzusetzen. Aber als erstes habe ich einen Lappen zur Hand genommen und die Wohnung vom groebsten Schmutz befreit.
Ich konnte einfach nicht widerstehen: Die Lage ist einfach sensationell… und ich werde wohl nicht eine Ewigkeit da wohnen.
Ich wohne nun in der Comuna de Santiago, welche von den Einheimischen oft nur als “Centro” bezeichnet wird. Zum Museum Bellas Artes – das mitten im Parque Forestal liegt – benoetige ich gerade mal zwei Minuten. Ebenfall gerade um die Ecke liegt ein weiteres Wahrzeichen der Stadt: Der Cerro Santa Lucía. Und die Plaza De Armas ist auch gerade nur vier Blocks entfernt – von wo es wieder nur ein Katzensprung zur La Moneda ist. Also viel zentraler geht es nicht! Dafuer zahle ich dann ca 500 CHF (ohne Gas, Wasser und Strom.)
Seit Montag gehe ich wieder an die gute alte ECELA – die Spanischschule, wo ich schon im September und Oktober war. Morgens vier Lektionen Spanisch und die Nachmittage verbringe ich damit, Sachen zu scannen und zu uebersetzen, Jobvermittlungsseiten im Internet zu suchen und schliesslich meinen Lebenslauf zu verschicken.