Snowboarden

Die Anden
Das ist die Aussicht, die ich von meinem Arbeitsplatz habe. Seit letzte Woche der Schnee gefallen ist, ist die Sicht auf die Anden noch spektakulaerer.

Am 15. Juni wurde die diesjaehrige Ski- und Snowboardsaison endlich fuer eroeffnet erklaert und ich konnte es kaum erwarten, endlich wieder in die Berge zu fahren um zu snowboarden.

In den Nachrichten vom Freitag habe ich gesehen, dass viele Leute es ebenfalls nicht erwarten konnten, endlich in den Schnee zu gehen. Sie mussten aber zum Teil auf der Strasse nach Farellones stundenlang warten, da die Strasse nicht geraeumt war. Na klar, war ja nur Saisoneroeffnung – wer konnte da schon erwarten, dass Leute kommen?!

Um dem Ansturm zu entgehen, fuhren wir am Samstagmorgen dann auch schon um 8 Uhr los. Urs (auch ein Schweizer) hat mich mit seinem Suzuki abgeholt und los gings in das ungefaehr 40 Kilometer entfernte Skigebiet Valle Nevado.

Auf dem Weg nach Valle Nevado
Erst gings lange fast ohne Steigung dem Fluss Mapocho entlang, erst auf den letzten Kilometern legt man eine Hoehendifferenz von knapp 2000 Metern zurueck.
Die Strasse war zwar schneebedeckt, aber mit guten Winterreifen – sofern diese in Chile existieren wuerden – waere das kein Problem gewesen. So stoppten die Carabineros alle Autos und alle ohne Allradantrieb mussten Ketten montieren. Wir durften mit dem 4×4-Suzuki passieren und haetten es auch fast bis oben geschafft. Aber kurz vor Ankunft schlossen wir auf eine Kolonne auf, die auf einmal ins Stocken geriet… und danach war Anfahren nicht mehr moeglich. Wir kamen also doch nicht drum herum, die Ketten zu montieren. Als die Ketten drauf waren, fuhren wir um eine Kurve – und da waren wir: Ungefaehr 50 Meter nur haben gefehlt!
Aber immerhin war dann die Frage vor dem Herunterfahren auch schon geklaert, ob wir die Ketten montieren wollen oder nicht…

Der Himmel war bewoelkt und ausserdem setzte weiterer Schneefall ein, womit die Sicht nicht gerade gut war und ich auch drauf verzichtete, weitere Fotos zu machen. Das Wetter war also nicht gerade optimal, trotzdem hatten wir viel Spass. Haben auch viele andere Auslaender kennen gelernt – Kein Wunder, bei den Preisen, die locker schweizer Niveau erreichen, kann sich kaum ein Chilene dieses Vergnuegen leisten.

Das Wetter hier in Santiago blieb nass-kalt, was auf weiteren Schneefall in den Bergen schliessen laesst. Im letzten Winter hatten sie hier auch Probleme mit zu wenig Schnee… etwas das sich dieses Jahr nicht zu wiederholen scheint.

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