Das Spiel Schweiz gegen Chile am vergangenen Freitag war natuerlich schon lange ein Gespraechsthema. Die Chilenen wissen zwar, dass ihr Team nicht zu den besten Suedamerikas zaehlt, aber das wuerde ja immer noch genuegen, um die Schweiz zu besiegen. Wenn ich dann einwende, dass wir 2006 an der WM waren und Chile nicht, ist ihr Einwand: “Wir muessen uns gegen Argentinien und Brasilien qualifizieren, ihr hingegen gegen Andorra, San Marino und Lichtenstein.”
Na ja, wie auch immer. Ich war auf jeden Fall zuversichtlich. Die Chilenen moegen vielleicht eher die Zauberer in ihren Reihen haben, aber sie sind vor allem auch immer wegen Disziplinlosigkeit und Unordnung im Spiel aufgefallen.
Der Kickoff des Matchs war in Santiago um 12 Uhr Mittags Ortszeit und ich wollte das Spiel unbedingt inmitten von Chilenen sehen. Ich traf mich mit einem anderen Schweizer (ebenfalls Roman) in der Fussgaengerzone vor einem Grossbildschirm.
Der Platz fuellte sich langsam mit Leuten und da sich der andere Roman noch nicht getraute, Farbe zu bekennen, war ich im roten schweizer Natidress natuerlich die Attraktion in Mitten hunderter Chilenen.
Vor allem bei den Toren fuehlte ich hunderte Augenpaare auf mich gerichtet. Trotzdem waren die Fans in der Pause beim Stand von 1-1 noch guter Dinge. In der Pause wollten die Teams von ChileVision und Canal 13 Interviews mit mir machen. Sie wollten beide wissen, wieso ich hier bin, wieso ich gerade hier das Spiel schaue und wie ich mich fuehle in Mitten so vieler Chilenen.
Das war ueberhaupt kein Problem: Ich fuehlte mich zwar noch viel exotischer als sonst schon, aber ausser Spruechen von Seiten der Chilenen passierte ueberhaupt nichts.
In der zweiten Haelfte konnten wir anhand des Tors fuer die Schweizer, des nichtgegebenen Goals fuer Chile und auf Grund der vergebenen Chancen der chilenischen Mannschaft noch unser Fluchwort-Repertoire erweitern. Gefaehrlich – wie es der andere Roman erwartete – wurde es aber nie. Schliesslich war es nur ein Freundschaftsspiel und wir trugen das schweizer Dress – und nicht ein argentinisches oder peruanisches.
Auch nach dem Schlusspfiff blieb es freundlich: Wir mussten unzaehlige Haende schuetteln und auch wir gratulierten hoeflich zu einem guten Spiel. Es folgte noch ein Interview mit TVN und dem Revolverblatt der Zeitung Las Últimas Noticias, welche wissen wollten, wie wir das Spiel bewerteten.
In der Samstagsausgabe von LUN war dann tatsaechlich meine Aussage (“Die Schweiz hatte mehr Glueck als Chile”) der Titel des Berichts… ich wollte ja nicht provozieren
Ob allerdings meine Fernsehinterviews ausgestrahlt wurden, weiss ich nicht. Ich fuehle mich jetzt trotzdem ein bisschen (C-) prominent.

auf der lun.com homepage hats ja nur hübsche menschen drauf… wieso zum teufel haben die dich interviewt???
Ja, was fuer eine Leistung!
Zum ersten mal in der Geschichte von LUN ist ein Foto von zwei Maennern groesser abgebildet als das von zwei Frauen (und erst noch Brasilianerinnen)!
Das muss ja fuer mich sprechen… zumal es im Bericht heisst: \”Die Schweizer waren die Attraktion im Zentrum von Santiago.\”
hola te he visto en tv y en lun.com .. donde vives .. yo soy de santiago y me gusta el futbol soy de la U de chile.
Hast Dich mal wieder so richtig in Pose setzen können. Würdest du noch gut aussehen würde es glatt zu einer Model Karriere reichen!
Schade, dass unser Transparent nicht im TV zu sehen war. Haben es aber fotografiert und werden es Dir noch zsutellen.
Tja, aber immerhin spricht es nicht fuer euch, dass ihr 0 mal im Fernseher wart, ich aber drei mal und in mindestens einer Zeitung.