Bei Oracle Chile gibt es sogar eine Wandergruppe… angefuehrt von Giorgio, einem Italiener, der schon 11 Jahre in Chile lebt.
Dieses Wochenende habe ich mich der Gruppe angeschlossen und Sonntagmorgen haben wir uns um 8 Uhr am Stadtrand von Santiago getroffen. Um auf den Pfad zum Alto Las Vizcachas zu gelangen, mussten wir allerdings den Campus der Universidad Católica durchqueren. Aber der Sicherheitschef machte uns klar, dass die Oeffnungszeiten geaendert haben und wir unmoeglich vor 9 Uhr auf den Campus koennen. Keine Diskussion moeglich, natuerlich.
Schon ein bisschen muehsam, wenn man sich ueberlegt, dass man am Sonntag eine Stunde laenger haette schlafen koennen. Bald zottelte der Chef ab und uebergab seinem Sidekick. Wir warteten noch fuenf Minuten und konnten dann mit ihm aushandeln, dass wir schon um halb 9 eintreten koennten.
Zuerst liefen wir durch ein Tal und schon bald folgte der Aufstieg von 1000 auf 1870 Meter ueber Meer. Die Aussicht auf Santiago wurde immer eindruecklicher. Und je mehr wir uns auf den Pfaden den Huegel raufkaempften, wurde mir einmal mehr der Unterschied zwischen Wandern in der Schweiz und Chile bewusst: Ohne GPS-Geraet wuerde man sich in Chile sofort verlaufen.
Giorgio hatte vorher erwaehnt, was mitzubringen sei: Wasser und Fruehstueck. Fruehstueck? Ja, das Ziel war, den Huegel so schnell wie moeglich zu Erklimmen, Fruehstueck zu essen, schnell wie moeglich runter zu steigen, um mit seiner Familie zu Mittag zu essen.
Eigentlich logisch, denn um etwa 11 Uhr wurde es schon sehr heiss. Und das ist das zweite Problem beim Wandern: 6 Monate pro Jahr ist es zu heiss und 6 Monate zu kalt.
Vor 14 Uhr waren wir also schon wieder am Ausgangspunkt, damit wir den Rest des Sonntags mit den Familien verbringen konnten.