Ich bin gerade krank und deshalb verspuere ich irgendwie Lust, mal was ueber die Krankenversicherung und die Pensionskassen in Chile zu schreiben.
In Chile bezahlen alle Leute gleich viel, naemlich 7% vom Bruttolohn, fuer die Krankenversicherung – sofern sie denn eine haben, denn obligatorisch ist das natuerlich nicht. Alle, die es sich leisten koennen, werden mindestens von der staatlichen Krankenversicherung FONASA (Fondo Nacional de Salud) versichert. Besserverdienende werden von den privaten Krankenkassen (ISAPRE – Instituciones de Salud Previsional) umworben. Wenn man schon 7% so oder so abliefern muss, schliesst man also mit einer privaten Krankenkasse einen Vertrag ab wo man eine bessere Versorgung kriegt als bei der staatlichen FONASA.
Wie so vieles andere in Chile sind auch die Pensionskassen privatisiert. Knappe 13% des Bruttolohnes werden jeden Monat an die AFP (Administradoras de Fondos de Pensiones) abgeliefert. Hier kann man dann auch noch zwischen fuenf verschiedenen Modellen waehlen, wo man einzahlen will. Fond A verspricht bis zu 30% Gewinn in 12 Jahren aber im schlechtesten Fall hat man zu dem Zeitpunkt nur noch 60% vom urspruenglich einbezahltem Geld. So wird das dann nach Risiko abgestuft bis Fond E, wo man weder verliert noch was gewinnt. Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie viel Geld ich aus meinem Fond A zurueck kriege…