Archive for the ‘Chile’ Category

Arbeitsleben, eine weitere Story

Wednesday, February 27th, 2008

pisco_bau1.jpgSchon ein paar Jahre gehoert Bauzá zu den Kunden meiner Freundin. Sie ist unter anderem verantwortlich fuer das Design der Flasche und der Verpackung des Vorzeigeproduktes des Unternehmens, des Piscos – das Webseiten-”Design” hat allerdings jemand anderes verbrochen.

Bauzá stellt sich auf dem Markt gerne als Produkt fuer die Oberklasse dar und hebt sich auch preislich von den anderen Pisco-Produzenten ab.

Das heisst natuerlich nicht, dass sie fuer das Design viel Geld ausgeben wollen. Immer wieder rufen sie an und sagen schon im ersten Gespraech, wie viel im Budget fuer das Design vorgesehen ist. Und leider, leider, wirklich ganz ehrlich liege mehr ganz einfach nicht drin. Aber es sei ein riiiiesiges Projekt in der Pipeline, wo meine Freundin dann den Auftrag kriege.

Paola hat auch schon unter Hinweis auf die momentane Arbeitsbelastung auf andere Design-Bueros verweisen wollen. Bauzá wollte aber immer exklusiv mit ihr arbeiten – das Design gefaellt ihnen scheinbar, sie wollen nur keinen angemessenen Preis bezahlen.

Die Geschichte hat sich nun schon ein paar mal wiederholt, immer mit treuem Hundeblick den tiefen Preis mit dem Ausblick auf ein grosses Projekt in der Zukunft gerechtfertigt.

Vor ein paar Tagen ein weiterer Anruf von Bauzá: Wir wollten dir nur mitteilen, dass wir unser naechstes Projekt mit Capel - einer der groessten Pisco-Produzenten Chiles – mit einem anderen Design-Buero machen werden! Wir moechten allerdings noch schnell bei dir vorbei kommen und ein paar Kopien von alten Design-Entwuerfen mitnehmen…

Die Muehlen mahlen langsam…

Thursday, February 21st, 2008

Als wir im August unsere neue Wohnung angeschaut haben, sind mir an einer Wand braune Flecken aufgefallen. Von der Vermieterin habe ich verlangt, dass diese Schimmelflecken behandelt werden, bevor wir einziehen. Kein Problem…

Bei der Vertragsunterzeichnung ist mir dann aufgefallen, dass als Miete 250.000 CLP eingetragen waren. Ich wies die Vermieterin darauf hin, dass es in der Anzeige 240.000 CLP geheissen hatte. Dummerweise habe ich aber natuerlich keinen Ausdruck der Anzeige gehabt und die Vermieterin hat gebettelt, es waere sowieso ein Fehler und es sei schon immer 250.000 gewesen blablabla.
Ich habe dann nachgegeben. Sind ja nur etwa 25 Franken mehr – trotzdem habe ich mir dann gesagt, bei jedem Mangel sofort die Vermieterin anzurufen und um Behebung zu bitten.

Die “Behandlung” des Schimmelfleckens bestand darin, das braune Zeugs abzuschaben und mit weisser Farbe zu uebermalen. Nach wenigen Wochen war die ganze Rueckwand der Wohnung wieder mit braunen Flecken uebersaeht. Also noch im September angerufen und nach etwa 10 weiteren Anrufen hat sie sich das mal angesehen und Besserung versprochen. Wieder passierte natuerlich genau nichts bis die Vermieterin mal ausnahmsweise ein Telefonanruf beantwortete und meinte, das sei gar nicht ihre Schuld, sondern die des Nachbarn und sie werden sich irgendwann vor dem Friedensrichter treffen und schon im Maerz(!) wuerde der Schaden behandelt.

Zwischendurch machte auch Telefónica wieder mal Aerger: Nach Wochen in Betrieb war es ploetzlich unmoeglich, auf Handys anzurufen. Bei Telefónica nachgefragt wurde uns mitgeteilt, dass unsere Nummer gar nicht auf uns angemeldet sei, sondern auf irgendeine María Blablabla und dies sei uebrigens schon seit Jahren so! Unseren Einwand, dass wir diese Nummer seit ein paar Wochen nutzen, nahmen sie nicht ernst. Und ueberhaupt, nur die Besitzerin des Hauses – also unsere Vermieterin – koenne bei ihnen eine Reklamation durchfuehren.
Also haben wir wieder mal Madame bemueht und ihr auch diese Aufgabe uebertragen. Jaja, gleich morgen wuerde sie da anrufen.

Mittlerweile hatten wir von Nachbarn erfahren – das Gerede im Quartier ist schlimmer als in einem schweizer Bergdorf… jeder weiss alles ueber den anderen – dass die Vermieterin den Gerichtstermin verpennt habe. Und die Loesung des Schimmelproblems steht damit natuerlich in den Sternen.

Tja, und seit langem haben wir genau gar nichts mehr von ihr gehoert. Die Fakten, dass wir immer noch keine Handys anrufen koennen und es immer noch schimmelt, weisen darauf hin, dass sie genau gar nichts macht. Nicht mal unsere Telefonanrufe nimmt sie an oder ruft zurueck.

Also haben wir mal mit der Mietzahlung gewartet, mit der Hoffnung, wieder mal was von ihr zu hoeren…
Vorgestern ist meine Freundin in den Quartierladen gegangen und von einer Nachbarin darauf angesprochen worden, dass sie gehoert haette, dass wir unsere Miete nicht zahlen! Mir ist zwar absolut raetselhaft, woher die das weiss, aber scheinbar redet die Vermieterin lieber mit den Leuten im Quartier als mit uns…

Na ja, werde heute mal 200.000 CLP einzahlen, vielleicht hoeren wir dann ja mal was von ihr.

Die Regionen Chiles

Wednesday, February 13th, 2008

Die Regionen ChilesChile ist wahrscheinlich das einzige Land der Welt, das lang genug ist, um es sequentiell in Regionen teilen, wie man ein Haus in Stockwerke unterteilen kann.

Genau das hat Pinochet im Jahre 1974 getan. Er kreierte 12 Regionen und gab ihnen roemische Nummern von Region I im Norden bis Region XII im Sueden plus die Hauptstadt-Region um Santiago im Zentrum. Es wurde sogar in die Verfassung aufgenommen, dass Chile 13 politische Regionen habe; nicht mehr und nicht weniger als das.

Der Diktator – dessen beruehmtestes Zitat “Es bewegt sich im ganzen Land nicht ein Blatt ohne dass ich davon weiss” war – hatte als aberglaeubischer Katholik allerdings nicht den Mut eine Region XIII zu benennen. Stattdessen benannte er die Region um Santiago “Región Metropolitana” und diese ist bis heute die einzige Region ohne Nummer. Die Kurzform dafuer ist “RM”.

Diese Ordnung wurde fast 33 Jahre beibehalten und in dieser Zeit gewoehnten sich viele Chilenen daran, die Regionen bei ihrer Nummer zu nennen, zB la sexta región – die sechste Region.

Im Jahre 2005 wurde in der Verfassung die Restriktion auf 13 Regionen aufgehoben. Und 2007 entstanden die Regionen XIV (Los Ríos) im Sueden und XV (Arica-Parinacota) im Norden aus bereits bestehenden.

Und nun wird es natuerlich unuebersichtlich mit der XV oberhalb der Region I und der XIV zwischen den Regionen IX und X. Und die RM als 13. Region bleibt auch weiterhin zwischen den Regionen V und VI.

Aber gluecklicherweise haben die Regionen nicht nur Nummern, sondern auch Namen – wenn auch teilweise ein bisschen lange wie zB Región del Libertador General Bernardo O’Higgins (VI) oder Región de Aisén del General Carlos Ibáñez del Campo (XI).

Auf den neuen, von der Regierung herausgegebenen Karten sucht man die Nummern vergeblich, stattdessen werden konsequent die Namen verwendet. Ein Land kann man halt nicht militaerisch genau unterteilen.

Arbeiten in Chile: Ein Beispiel

Monday, February 4th, 2008

Stellt euch mal vor, ihr arbeitet an einem Produkt. Jedes Jahr kommt dieses Produkt in ueberarbeiteter Form auf den Markt. Es faengt gut an, der Erfolg wird groesser und was mit nationalem Vertrieb angefangen hat, wird auf den ganzen Kontinent ausgeweitet. Anfangs gab es ein Produkt, nun eine ganze Palette von Abwandlungen dieses Produktes.

Ein voller Erfolg.

Das Problem ist, dass ihr Freelancer fuer eine grosse Firma seid, die die Rechte an diesem Produkt hat. Der erste Auftrag war etwas knapp kalkuliert und deshalb fragt ihr nach einem Jahr um mehr Geld. Keine Frechheit, nur zehn Prozent. Stichwort Teuerung, Anteil am grossen Erfolg, Anerkennung oder einfach nur ein fairer Preis. Die Antwort ist jedes Mal gleich: Nein. Und wenn ihr das fuer dieses Geld nicht macht, dann droht die Firma mit einem Ersatz, der fuer diese Summe dieselbe Arbeit machen wird.

Im dritten Jahr, wo es also um die Aushandlung fuer das vierte Jahr geht, fragt ihr wieder um eine zehnprozentige Erhoehung. Die Preise steigen weiter, der Winter war hart, saemtliche Waren sind teurer geworden – wir sprechen ja von einer Periode von vier Jahren.

Die Antwort: Das sei eine Unverschaemtheit. Der Preis bleibe gleich und wenn ihr nicht zusagt, werden auch alle anderen Vertraege, die ihr mit dieser Firma habt, gekuendigt. Ihr verlangt den Chef und auch der bleibt hart und will keinen lumpigen Peso drauflegen.

Auf eine Nachfrage eine Woche spaeter meint der Boss, dass dem Hausjurist der Vertrag vorliege und man ihn auf eine vorzeitige Aufloesung pruefe. In Wirklichkeit aber spielt der Chef wahrscheinlich nur auf Zeit, denn er sieht seinen eigenen Lohnanstieg gefaehrdet.

In der Zwischenzeit ruft die zustaendige Person der Firma an und schreit am Telefon: Dass du mit uns arbeiten kannst, damit tun wir dir einen Gefallen! Und ueberhaupt, man habe ja selbst Zulieferer. Dann gebe man denen halt weniger Geld, dann bliebe unter dem Strich mehr fuer sich selbst!

Dass diese Mitarbeiter weder per Telefon noch per Email kontaktierbar sind, weil sie die letzte Telefonrechnung nicht zahlen konnten, ist nur ein Detail.

Schliesslich wird dann unter Zaehneknirschen dieser Ungeheuerlichkeit nachgegeben – Die schmutzigen Spiele sind aber noch nicht zu Ende. Denn schliesslich muss man es diesem frechen Arbeiter ja noch zurueck zahlen.

Mittlerweile steht Weihnachten vor der Tuer und ihr moechtet langsam eure Rechnungen zahlen, wieder mal das Noetigste oder natuerlich Geschenke kaufen. Die Bezahlung der ersten Rate von Ende November wird unangekuendigt auf Anfang Dezember verschoben – Ein altbekanntes Spiel. Aber auch dann ist der Weg umsonst – Aber am 17. Dezember soll es nun wirklich so weit sein: Aber statt der versprochenen 5000 Franken sind es nur 200 Franken! Wir koennen dir nicht mehr zahlen – EHRLICH!

Nach einer Streikdrohung ist es dann am naechsten Tag doch soweit und du kannst das versprochene Geld abholen und auch an deine Mitarbeiter verteilen.

Immerhin geben sie dir den Scheck einfach so – ohne dass du ihnen die Fuesse kuesst.

Norte Chico

Wednesday, January 30th, 2008

Was macht man, wenn man was von Chile sehen will, aber weder Ferien hat noch ein langes Wochenende in Sicht ist? Man geht halt nur fuer zwei Tage.

Einem Normalschweizer, fuer den eine Reise von zwei Stunden schon wie eine Ewigkeit vorkommt, wird beim Betrachten der chilenischen Karte und deren Distanzen schon ein bisschen mulmig: Sechs Stunden in die naechst groessere Stadt im Norden (La Serena)? Fuenfzehn Stunden bis Patagonien? 24 Stunden bis ganz in den Norden? Als ich das im Reisefuehrer sah, dachte ich schon, ich wuerde so eine lange Busfahrt nicht ueberleben…

Semi-Cama SitzeEinmal ausprobiert war es dann klar: Ist gar nicht so schlimm. Die Busse sind (meist) ziemlich neu und die Strassen gut. Und je nachdem, was man bereit ist zu zahlen, steht es dann auch mit dem Komfort im Bus. Die meisten Busunternehmen bieten die Kategorien Clasico/Ejecutivo, Semi-Cama und Cama an. Clasico oder Ejecutivo ist, was wir meistens aus Europa nur kennen: Vier Sitze in einer Reihe, ziemlich wenig Beinfreiheit. Semi-Cama (Halb-Bett) hat zwar auch vier Sitze in einer Reihe, aber deutlich mehr Platz fuer die Beine. Man kann auch die Ruecklehne ziemlich weit nach hinten runter lassen, ohne die Person dahinter zu stoeren.

Schlafen im Cama-SesselFuer Reisen laenger als acht Stunden empfiehlt es sich dann aber, die Top-Kategorie zu goennen: Cama. Hier kann man fast horizontal liegen. Auch hat man mehr Platz zur Verfuegung, weil es pro Reihe nur gerade drei von diesen Sesseln hat. Also fast luxurioeser als Business-Class fliegen ;)

Ein weiterer Vorteil: Diese Busse fahren meist abends zwischen acht Uhr und Mitternacht los und kommen dann morgens frueh an. Also Freitag abends nach dem Arbeiten gemuetlich auf den Busterminal und so kommt man Samstag morgens gut ausgeruht am Zielort an und hat den ganzen Tag zur Verfuegung. Dann am Sonntagabend wieder auf den Bus, damit man am Montagmorgen vor sieben Uhr wieder in Santiago ankommt. Schnell duschen und auf geht’s zur Arbeit. So kann man zwei volle Tage irgendwo im Land geniessen.

Das Land ist in 13 Regionen geteilt, wovon viereinhalb noerdlich von Santiago liegen. Region I und II werden auch Norte Grande (der Grosse Norden), die Regionen III und IV Norte Chico (der kleine Norden) genannt. Ich wollte unbedingt den Norte Chico sehen, da da scheinbar die schoensten Straende von Chile zu finden seien. Und der Nationalpark Pan de Azúcar (Zuckerbrot) soll einer der schoensten von Chile sein.

CopiapóAlso buchte ich Bustickets in die Minenstadt Copiapó, 800 Kilometer noerdlich von Santiago und der Ausgangspunkt fuer diese Sehenswuerdigkeiten. Die Atacama-Wueste beginnt ja praktisch noerdlich von Santiago und Copiapó ist wie eine Oase darin gelegen. Trotz der Umgebung ist der Weinbau sehr wichtig fuer die Region.

Ich habe natuerlich auch Busfahrplaene von Copiapó studiert, aber auf Grund der beschraenkten Zeit habe ich mich entschieden ein Auto zu mieten… wobei, Autos gibt’s da praktisch keine. Alle fahren Pickups.

Wir haben auch noch einen deutschen Backpacker getroffen, der gerade von Norden her kam. Er wollte eine Tour in die Berge buchen, aber die Unternehmen hatten alle zu – Wochenende! Und das waehrend der Hochsaison… Manchmal sieht man schon, dass in gewissen Orten der (Massen-)Tourismus noch in den Kinderschuhen steckt. Finde ich aber gar nicht mal so schlecht.

Der Mechaniker vom Autoverleih hat uns einen Umweg empfohlen und anstatt die Bahía Inglesa hat er gesagt, Playa La Virgen – ein bisschen abseits vom Weg gelegen – sei viel schoener. Und er sollte Recht behalten.

Die KuesteNach dem wir die Oase Copiapó verlassen hatten, fanden wir uns in Mitten von Sand und Steinen wieder. Habe das schon beim Trip nach San Pedro gedacht: Die Wueste ist ja so abwechslungsreich und interessant! Bald schon konnten wir am Horizont das tuerkisblaue Meer entdecken.

Und der Abstecher lohnte sich wirklich: tuerkisblaues, transparentes Wasser und weisser Sand.
Ich bin ja nun schon fast eineinhalb Jahre in Chile und war schon einige Male am Strand. Aber in’s Wasser habe ich es noch nie geschafft – “Dank” dem Humboldt-Strom ist das Meer in Chile sehr kalt. Auf Hoehe Santiago wird es im Hochsommer nicht mal 20 Grad warm. Also war die Idee, im Norden Chiles baden zu gehen.

Bahía La VirgenAber schon beim ersten Kontakt wurde mir klar, dass 800 Kilometer mehr im Norden nicht unbedingt heisst, dass das Meer deutlich waermer waere. Bin aber immerhin doch zum ersten Mal im Meer geschwommen und habe danach den Aufsichtstyp nach der Wassertemperatur gefragt: Heute sei es normale 15 Grad, es koenne auch schon mal 17 Grad werden. *brrrrrr*

An diesem Strand hatte es auch sechs kleine Bungalows und einen Zeltplatz. Die Bungalows waren natuerlich schon voll und das Zelt hatten wir zu Hause…

Nach einer Weile machten wir uns dann auf den Weg Richtung Norden nach Caldera/Bahía Inglesa. Die Strasse fuehrte an der Kueste entlang und es schien, als waere es alles ein riesiger Strand. Vereinzelt sah man Leute an absoluten Traumstellen campieren… Notiz an mich: Naechstes Mal unbedingt Zelt mitnehmen.

Bahía InglesaSchliesslich kamen wir dann in Bahía Inglesa an, einer der wichtigsten Touriorte der Region. Auch sehr schoen, aber viel mehr ueberlaufen. Viele Verkaufsstaende, Restaurants und was so dazu gehoert. Der Tipp vom Mechaniker war wirklich Gold wert: Bahía La Virgen war so viel friedlicher!

Nur wenige Kilometer fehlten noch bis Caldera, eine Hafenstadt mit Hotels und Restaurants, wo wir exzellenten Seafood und Fisch assen und auch uebernachteten.

SeeloewenFrueh am Sonntagmorgen machten wir uns dann auf der Panamericana auf in Richtung Norden. Kurz nach Caldera befindet sich ein Naturschutzgebiet, wo sich auf einer kleinen Insel vor der Kueste Seeloewen niedergelassen haben.

Die Panamericana fuehrte uns auf ihrer kurvigen Route an der Kueste entlang weiter nach Norden. Unglaublich, wie rechts von uns alles staubtrocken erschien, wo wir doch links den riesigen Pazifik sahen. Auch erstaunlich, wie die Wueste aenderte: Mal Steine, mal Sand, mal Felsen… immer wieder wechselte die Umgebung.

ChañaralBald kamen wir in Chañaral an, ein armes kleines Hafenstaedtchen, das den Eingang zum Nationalpark Pan de Azúcar darstellt. Der Park ist fuer seine Pinguin-Kolonie, die Kakteen und den Nebelwald bekannt.

Am Playa Amarilla (Gelber Strand) und am Playa Blanca (Weisser Strand) – zwei riesig grosse Straende – kamen wir in Caleta an. Das ist eine kleine Siedlung von Fischerleuten, die jetzt auch vom Tourismus profitieren. So bieten sie zum Beispiel eine Fahrt um die Insel Pan de Azúcar an, wo man die Humboldt-Pinguin-Kolonie besichtigen kann. Richtig, dieselben Pinguine, die ich schon in Punta Arenas gesehen habe.

KakteenLeider blieb uns fuer diesen Ausflug wie auch den Abstecher in den Nebelwald keine Zeit, da wir in Copiapó den Bus erwischen mussten. Wir haben es uns aber natuerlich nicht nehmen lassen, und haben feine Empanadas de Marisco gegessen.

Um nicht den selben Weg nehmen zu muessen wie bei der Hinfahrt, sind wir erst noch ein bisschen nordwaerts gefahren und dann ins Landesinnere abgebogen.

Ungefaehr alle 50 Kilometer fuhren wir durch ein Dorf. Unglaublich, wie abgeschieden man da lebt. Als wir ein bisschen durch die Doerfer liefen, sah man Leute aus den Fenstern Inca de Oroschauen oder sie kamen zusammen und beobachteten uns. So haeufig scheinen sie nicht Touristen sehen zu bekommen.

Nach schlussendlich 520 gefahrenen Kilometern kamen wir wieder in Copiapó an, wo wir das Auto auftankten und zurueckgaben. Noch eine kurze Staerkung – Churrasco – und dann verliessen wir auch schon um 20 Uhr mit dem Bus Copiapó in Richtung Santiago.

Am Montagmorgen kamen wir kurz vor sieben Uhr an. Schnell mit dem Taxi nach Hause, duschen und dann zur Arbeit…

Viele Bilder von diesem Trip gibts in der Gallerie.