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	<title>Roman in Chile &#187; Typisch Chile</title>
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	<description>Erlebnisse und Eindrücke vom Ende der Welt</description>
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		<title>FONASA, ISAPRE und AFP</title>
		<link>http://guion.ch/chileblog/2008/04/09/fonasa-isapre-und-afp</link>
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		<pubDate>Thu, 10 Apr 2008 03:13:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Roman</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arbeitsleben]]></category>
		<category><![CDATA[Chile]]></category>
		<category><![CDATA[Typisch Chile]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich bin gerade krank und deshalb verspuere ich irgendwie Lust, mal was ueber die Krankenversicherung und die Pensionskassen in Chile zu schreiben.
In Chile bezahlen alle Leute gleich viel, naemlich 7% vom Bruttolohn, fuer die Krankenversicherung &#8211; sofern sie denn eine haben, denn obligatorisch ist das natuerlich nicht. Alle, die es sich leisten koennen, werden mindestens [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin gerade krank und deshalb verspuere ich irgendwie Lust, mal was ueber die Krankenversicherung und die Pensionskassen in Chile zu schreiben.</p>
<p>In Chile bezahlen alle Leute gleich viel, naemlich 7% vom Bruttolohn, fuer die Krankenversicherung &#8211; sofern sie denn eine haben, denn obligatorisch ist das natuerlich nicht. Alle, die es sich leisten koennen, werden mindestens von der staatlichen Krankenversicherung <strong>FONASA</strong> (Fondo Nacional de Salud) versichert. Besserverdienende werden von den privaten Krankenkassen (<strong>ISAPRE</strong> &#8211; Instituciones de Salud Previsional) umworben. Wenn man schon 7% so oder so abliefern muss, schliesst man also mit einer privaten Krankenkasse einen Vertrag ab wo man eine bessere Versorgung kriegt als bei der staatlichen FONASA.</p>
<p>Wie so vieles andere in Chile sind auch die Pensionskassen privatisiert. Knappe 13% des Bruttolohnes werden jeden Monat an die <strong>AFP</strong> (Administradoras de Fondos de Pensiones) abgeliefert. Hier kann man  dann  auch noch zwischen fuenf verschiedenen Modellen waehlen, wo man einzahlen will. Fond A verspricht bis zu 30% Gewinn in 12 Jahren aber im schlechtesten Fall hat man zu dem Zeitpunkt nur noch 60% vom urspruenglich einbezahltem Geld. So wird das dann nach Risiko abgestuft bis Fond E, wo man weder verliert noch was gewinnt. Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie viel Geld ich aus meinem Fond A zurueck kriege&#8230;</p>
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		<title>Exotisch</title>
		<link>http://guion.ch/chileblog/2008/03/19/exotisch</link>
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		<pubDate>Wed, 19 Mar 2008 12:17:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Roman</dc:creator>
				<category><![CDATA[Chile]]></category>
		<category><![CDATA[Typisch Chile]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach mehr als eineinhalb Jahren in Chile faellt es mir nicht mehr so auf, wenn mich Leute anstarren. Gehe ja ganz gewoehnlich wie alle anderen zur Arbeit und bin Abends nicht unbedingt an Touristenorten (gibt&#8217;s die ueberhaupt in Santiago?), sondern wo Einheimische hingehen. Fuehle mich eigentlich gut integriert.
Ab und zu kommt es aber vor, dass [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach mehr als eineinhalb Jahren in Chile faellt es mir nicht mehr so auf, wenn mich Leute anstarren. Gehe ja ganz gewoehnlich wie alle anderen zur Arbeit und bin Abends nicht unbedingt an Touristenorten (gibt&#8217;s die ueberhaupt in Santiago?), sondern wo Einheimische hingehen. Fuehle mich eigentlich gut integriert.</p>
<p>Ab und zu kommt es aber vor, dass wildfremde Leute mit mir reden wollen und mich willkommen in Chile heissen. Ich sage ihnen dann auf spanisch, dass ich eigentlich ganz langweilig hier wohne und arbeite und das auch schon fast zwei Jahre. Die Chilenen stoeren sich nicht daran und heissen mich trotzdem &#8211; oder eben deswegen &#8211; nochmals willkommen.</p>
<p><a href="http://guion.ch/chileblog/wp-content/choripan.jpg" title="Choripan"><img src="http://guion.ch/chileblog/wp-content/choripan.thumbnail.jpg" alt="Choripan" align="left" border="1" hspace="10" vspace="10" /></a>Letzten Sonntag machten wir unsere Einkaeufe auf dem Markt und als wir Hunger hatten, wollten wir ein <a href="http://guion.ch/chileblog/2007/01/25/was-essen-und-trinken-die-chilenen" title="Was essen und trinken die Chilenen?">Choripan</a> essen. Ich bestellte meinen mit wenig Zwiebeln und ohne Mayonnaise. Der Verkaeufer: &#8220;Ja, ich weiss.&#8221; Ich habe ihn nur voellig ueberrascht angeschaut. Woher kann der das wissen? Fuer mich war er ein voellig Fremder.<br />
Er hat mir erklaert, dass er mir schon einmal an der Metrostation Quinta Normal ein Choripan verkauft habe und ich schon damals mit wenig Zwiebeln und ohne Mayonnaise bestellt haette.<br />
Ich habe mir ueberlegt, wann das gewesen sein soll. Das muss so irgendwann vor sechs Monaten gewesen sein, denn ich bin ziemlich sicher, nur einmal Choripan auf der Strasse gegessen zu haben. Und der Verkaeufer wird sich kaum an alle Leute erinnern, die je bei ihm etwas gekauft haben&#8230; irgendwie unheimlich <img src='http://guion.ch/chileblog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Wenn mich also Leute fragen, ob ich mich je einmal hier heimisch fuehlen koennte, erzaehle ich ihnen Geschichten wie diese und dass ich bin an&#8217;s Lebensende in Chile aus der Menschenmenge heraussteche wie ein bunter Hund.</p>
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		<title>Arbeitsleben, eine weitere Story</title>
		<link>http://guion.ch/chileblog/2008/02/27/arbeitsleben-eine-weitere-story</link>
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		<pubDate>Wed, 27 Feb 2008 13:59:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Roman</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arbeitsleben]]></category>
		<category><![CDATA[Chile]]></category>
		<category><![CDATA[Typisch Chile]]></category>

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		<description><![CDATA[Schon ein paar Jahre gehoert Bauzá zu den Kunden meiner Freundin. Sie ist unter anderem verantwortlich fuer das Design der Flasche und der Verpackung des Vorzeigeproduktes des Unternehmens, des Piscos &#8211; das Webseiten-&#8221;Design&#8221; hat allerdings jemand anderes verbrochen.
Bauzá stellt sich auf dem Markt gerne als Produkt fuer die Oberklasse dar und hebt sich auch preislich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://guion.ch/chileblog/wp-content/pisco_bau1.jpg" alt="pisco_bau1.jpg" align="right" border="0" hspace="10" vspace="10" />Schon ein paar Jahre gehoert <a href="http://www.bauza.cl/" title="Bauzá" target="_blank">Bauzá</a> zu den Kunden meiner Freundin. Sie ist unter anderem verantwortlich fuer das Design der Flasche und der Verpackung des Vorzeigeproduktes des Unternehmens, des <a href="http://guion.ch/chileblog/2007/01/25/was-essen-und-trinken-die-chilenen" title="Was essen und trinken die Chilenen?">Piscos</a> &#8211; das Webseiten-&#8221;Design&#8221; hat allerdings jemand anderes verbrochen.</p>
<p>Bauzá stellt sich auf dem Markt gerne als Produkt fuer die Oberklasse dar und hebt sich auch preislich von den anderen Pisco-Produzenten ab.</p>
<p>Das heisst natuerlich nicht, dass sie fuer das Design viel Geld ausgeben wollen. Immer wieder rufen sie an und sagen schon im ersten Gespraech, wie viel im Budget fuer das Design vorgesehen ist. Und leider, leider, wirklich ganz ehrlich liege mehr ganz einfach nicht drin. Aber es sei ein riiiiesiges Projekt in der Pipeline, wo meine Freundin dann den Auftrag kriege.</p>
<p>Paola hat auch schon unter Hinweis auf die <a href="http://guion.ch/chileblog/2008/02/04/arbeiten-in-chile-ein-beispiel" title="Arbeiten in Chile, anderes Beispiel">momentane Arbeitsbelastung</a> auf andere Design-Bueros verweisen wollen. Bauzá wollte aber immer exklusiv mit ihr arbeiten &#8211; das Design gefaellt ihnen scheinbar, sie wollen nur keinen angemessenen Preis bezahlen.</p>
<p>Die Geschichte hat sich nun schon ein paar mal wiederholt, immer mit treuem Hundeblick den tiefen Preis mit dem Ausblick auf ein grosses Projekt in der Zukunft gerechtfertigt.</p>
<p>Vor ein paar Tagen ein weiterer Anruf von Bauzá: Wir wollten dir nur mitteilen, dass wir unser naechstes Projekt mit <a href="http://www.piscocapel.cl/index2.htm" title="Capel">Capel </a>- einer der groessten Pisco-Produzenten Chiles &#8211; mit einem anderen Design-Buero machen werden! Wir moechten allerdings noch schnell bei dir vorbei kommen und ein paar Kopien von alten Design-Entwuerfen mitnehmen&#8230;</p>
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		<title>Die Muehlen mahlen langsam&#8230;</title>
		<link>http://guion.ch/chileblog/2008/02/21/die-muehlen-mahlen-langsam</link>
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		<pubDate>Thu, 21 Feb 2008 15:24:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Roman</dc:creator>
				<category><![CDATA[Chile]]></category>
		<category><![CDATA[Typisch Chile]]></category>

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		<description><![CDATA[Als wir im August unsere neue Wohnung angeschaut haben, sind mir an einer Wand braune Flecken aufgefallen. Von der Vermieterin habe ich verlangt, dass diese Schimmelflecken behandelt werden, bevor wir einziehen. Kein Problem&#8230;
Bei der Vertragsunterzeichnung ist mir dann aufgefallen, dass als Miete 250.000 CLP eingetragen waren. Ich wies die Vermieterin darauf hin, dass es in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als wir im August unsere neue Wohnung angeschaut haben, sind mir an einer Wand braune Flecken aufgefallen. Von der Vermieterin habe ich verlangt, dass diese Schimmelflecken behandelt werden, bevor wir einziehen. Kein Problem&#8230;</p>
<p>Bei der Vertragsunterzeichnung ist mir dann aufgefallen, dass als Miete <a href="http://www.google.ch/search?q=250000+clp+in+chf" title="Waehrungsumrechnung" target="_blank">250.000 CLP</a> eingetragen waren. Ich wies die Vermieterin darauf hin, dass es in der Anzeige <a href="http://www.google.ch/search?q=240000+clp+in+chf" title="Waehrungsumrechnung" target="_blank">240.000 CLP</a> geheissen hatte. Dummerweise habe ich aber natuerlich keinen Ausdruck der Anzeige gehabt und die Vermieterin hat gebettelt, es waere sowieso ein Fehler und es sei schon immer 250.000 gewesen blablabla.<br />
Ich habe dann nachgegeben. Sind ja nur etwa 25 Franken mehr &#8211; trotzdem habe ich mir dann gesagt, bei jedem Mangel sofort die Vermieterin anzurufen und um Behebung zu bitten.</p>
<p>Die &#8220;Behandlung&#8221; des Schimmelfleckens bestand darin, das braune Zeugs abzuschaben und mit weisser Farbe zu uebermalen. Nach wenigen Wochen war die ganze Rueckwand der Wohnung wieder mit braunen Flecken uebersaeht. Also noch im September angerufen und nach etwa 10 weiteren Anrufen hat sie sich das mal angesehen und Besserung versprochen. Wieder passierte natuerlich genau nichts bis die Vermieterin mal ausnahmsweise ein Telefonanruf beantwortete und meinte, das sei gar nicht ihre Schuld, sondern die des Nachbarn und sie werden sich irgendwann vor dem Friedensrichter treffen und schon im Maerz(!) wuerde der Schaden behandelt.</p>
<p>Zwischendurch machte auch Telefónica wieder mal Aerger: Nach Wochen in Betrieb war es ploetzlich unmoeglich, auf Handys anzurufen. Bei Telefónica nachgefragt wurde uns mitgeteilt, dass unsere Nummer gar nicht auf uns angemeldet sei, sondern auf irgendeine María Blablabla und dies sei uebrigens schon seit Jahren so! Unseren Einwand, dass wir diese Nummer seit ein paar Wochen nutzen, nahmen sie nicht ernst. Und ueberhaupt, nur die Besitzerin des Hauses &#8211; also unsere Vermieterin &#8211; koenne bei ihnen eine Reklamation durchfuehren.<br />
Also haben wir wieder mal Madame bemueht und ihr auch diese Aufgabe uebertragen. Jaja, gleich morgen wuerde sie da anrufen.</p>
<p>Mittlerweile hatten wir von Nachbarn erfahren &#8211; das Gerede im Quartier ist schlimmer als in einem schweizer Bergdorf&#8230; jeder weiss alles ueber den anderen &#8211; dass die Vermieterin den Gerichtstermin verpennt habe. Und die Loesung des Schimmelproblems steht damit natuerlich in den Sternen.</p>
<p>Tja, und seit langem haben wir genau gar nichts mehr von ihr gehoert. Die Fakten, dass wir immer noch keine Handys anrufen koennen und es immer noch schimmelt, weisen darauf hin, dass sie genau gar nichts macht. Nicht mal unsere Telefonanrufe nimmt sie an oder ruft zurueck.</p>
<p>Also haben wir mal mit der Mietzahlung gewartet, mit der Hoffnung, wieder mal was von ihr zu hoeren&#8230;<br />
Vorgestern ist meine Freundin in den Quartierladen gegangen und von einer Nachbarin darauf angesprochen worden, dass sie gehoert haette, dass wir unsere Miete nicht zahlen! Mir ist zwar absolut raetselhaft, woher die das weiss, aber scheinbar redet die Vermieterin lieber mit den Leuten im Quartier als mit uns&#8230;</p>
<p>Na ja, werde heute mal <a href="http://www.google.ch/search?q=200000+clp+in+chf" title="Waehrungsumrechnung" target="_blank">200.000 CLP</a> einzahlen, vielleicht hoeren wir dann ja mal was von ihr.</p>
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		<title>Arbeiten in Chile: Ein Beispiel</title>
		<link>http://guion.ch/chileblog/2008/02/04/arbeiten-in-chile-ein-beispiel</link>
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		<pubDate>Tue, 05 Feb 2008 00:46:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Roman</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arbeitsleben]]></category>
		<category><![CDATA[Chile]]></category>
		<category><![CDATA[Typisch Chile]]></category>

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		<description><![CDATA[Stellt euch mal vor, ihr arbeitet an einem Produkt. Jedes Jahr kommt dieses Produkt in ueberarbeiteter Form auf den Markt. Es faengt gut an, der Erfolg wird groesser und was mit nationalem Vertrieb angefangen hat, wird auf den ganzen Kontinent ausgeweitet. Anfangs gab es ein Produkt, nun eine ganze Palette von Abwandlungen dieses Produktes.
Ein voller [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Stellt euch mal vor, ihr arbeitet an einem Produkt. Jedes Jahr kommt dieses Produkt in ueberarbeiteter Form auf den Markt. Es faengt gut an, der Erfolg wird groesser und was mit nationalem Vertrieb angefangen hat, wird auf den ganzen Kontinent ausgeweitet. Anfangs gab es ein Produkt, nun eine ganze Palette von Abwandlungen dieses Produktes.</p>
<p>Ein voller Erfolg.</p>
<p>Das Problem ist, dass ihr Freelancer fuer eine grosse Firma seid, die die Rechte an diesem Produkt hat. Der erste Auftrag war etwas knapp kalkuliert und deshalb fragt ihr nach einem Jahr um mehr Geld. Keine Frechheit, nur zehn Prozent. Stichwort Teuerung, Anteil am grossen Erfolg, Anerkennung oder einfach nur ein fairer Preis. Die Antwort ist jedes Mal gleich: Nein. Und wenn ihr das fuer dieses Geld nicht macht, dann droht die Firma mit einem Ersatz, der fuer diese Summe dieselbe Arbeit machen wird.</p>
<p>Im dritten Jahr, wo es also um die Aushandlung fuer das vierte Jahr geht, fragt ihr wieder um eine zehnprozentige Erhoehung. Die Preise steigen weiter, der Winter war hart, <em>saemtliche</em> Waren sind teurer geworden &#8211; wir sprechen ja von einer Periode von vier Jahren.</p>
<p>Die Antwort: Das sei eine Unverschaemtheit. Der Preis bleibe gleich und wenn ihr nicht zusagt, werden auch alle anderen Vertraege, die ihr mit dieser Firma habt, gekuendigt. Ihr verlangt den Chef und auch der bleibt hart und will keinen lumpigen Peso drauflegen.</p>
<p>Auf eine Nachfrage eine Woche spaeter meint der Boss, dass dem Hausjurist der Vertrag vorliege und man ihn auf eine vorzeitige Aufloesung pruefe. In Wirklichkeit aber spielt der Chef wahrscheinlich nur auf Zeit, denn er sieht seinen eigenen Lohnanstieg gefaehrdet.</p>
<p>In der Zwischenzeit ruft die zustaendige Person der Firma an und schreit am Telefon: Dass du mit uns arbeiten kannst, damit tun wir dir einen Gefallen! Und ueberhaupt, man habe ja selbst Zulieferer. Dann gebe man denen halt weniger Geld, dann bliebe unter dem Strich mehr fuer sich selbst!</p>
<p>Dass diese Mitarbeiter weder per Telefon noch per Email kontaktierbar sind, weil sie die letzte Telefonrechnung nicht zahlen konnten, ist nur ein Detail.</p>
<p>Schliesslich wird dann unter Zaehneknirschen dieser Ungeheuerlichkeit nachgegeben &#8211; Die schmutzigen Spiele sind aber noch nicht zu Ende. Denn schliesslich muss man es diesem frechen Arbeiter ja noch zurueck zahlen.</p>
<p>Mittlerweile steht Weihnachten vor der Tuer und ihr moechtet langsam eure Rechnungen zahlen, wieder mal das Noetigste oder natuerlich Geschenke kaufen. Die Bezahlung der ersten Rate von Ende November wird unangekuendigt auf Anfang Dezember verschoben &#8211; Ein altbekanntes Spiel. Aber auch dann ist der Weg umsonst &#8211; Aber am 17. Dezember soll es nun wirklich so weit sein: Aber statt der versprochenen 5000 Franken sind es nur 200 Franken! Wir koennen dir nicht mehr zahlen &#8211; EHRLICH!</p>
<p>Nach einer Streikdrohung ist es dann am naechsten Tag doch soweit und du kannst das versprochene Geld abholen und auch an deine Mitarbeiter verteilen.</p>
<p>Immerhin geben sie dir den Scheck einfach so &#8211; ohne dass du ihnen die Fuesse kuesst.</p>
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		<title>Notruf 133</title>
		<link>http://guion.ch/chileblog/2008/01/12/notruf-133</link>
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		<pubDate>Sat, 12 Jan 2008 16:48:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Roman</dc:creator>
				<category><![CDATA[Chile]]></category>
		<category><![CDATA[Typisch Chile]]></category>

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		<description><![CDATA[Was macht man, wenn man dringend mit der Polizei reden will? Man ruft den Notruf! In Chile ist das die Nummer 133.
Also zum Beispiel, wenn dein Auto geklaut wird. Problem: Niemand nimmt ab. Da keine Zeit zu verlieren ist, muss man also das Taxi zum Polizeiposten nehmen, denn jede Minute koennte zaehlen&#8230; wie das dann [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was macht man, wenn man dringend mit der Polizei reden will? Man ruft den Notruf! In Chile ist das die Nummer 133.</p>
<p>Also zum Beispiel, <a href="http://guion.ch/chileblog/2007/09/15/was-fuer-eine-woche" title="Blogeintrag vom geklauten Auto" target="_blank">wenn dein Auto geklaut wird</a>. Problem: Niemand nimmt ab. Da keine Zeit zu verlieren ist, muss man also das Taxi zum Polizeiposten nehmen, denn jede Minute koennte zaehlen&#8230; wie das dann weitergegangen ist, koennt ihr im verlinkten Blogpost lesen. Und seither ist betreffend geklautem Auto nie wieder was passiert. Pech, in Santiago werden ja auch mehr als nur unser Auto geklaut.</p>
<p>Andererseits leben im Haus gegenueber ungefaehr 10000 Leute. 24 Stunden am Tag gehen die Leute ein und aus. Schluessel gibt es scheinbar auch keine, denn wenn man rein will, muss man an die massive Holztuere oder an die Fensterscheiben klopfen. Und wie gesagt, das 24 Stunden am Tag.<br />
Das eigentliche Problem sind aber die Alkis, die da auch wohnen. Sind jeden Tag besoffen, lallen, schreien, streiten. Und was ich auch gemerkt habe: Fenster, die nicht gegen Kaelte schuetzen, nuetzen auch nichts gegen Laerm von der Strasse. Wenn also jemand vor unserem Haus Laerm macht, haben wir das praktisch ungefiltert in der Wohnung.<br />
Aber ja, man gewoehnt sich ja und passt sich an. Als dann die Besoffenen aber begannen, mit Bierflaschen massenweise um sich zu werfen und das vor allem auch in Richtung unseres Hauses, wars dann mit meiner Ruhe vorbei: Wieder probierte ich, 133 anzurufen. Ist ja nicht so, dass die Leitungen besetzt waeren. Nein, es nimmt einfach niemand ab.<br />
Es gibt ja noch die <a href="http://www.seguridadciudadana.gob.cl/" title="Seite der Seguridad Ciudadana" target="_blank">Seguridad Ciudadana</a>, der Sicherheitsdienst des Staats. Also probierten wir unser Glueck da. Aber natuerlich erklaerten die uns, dass sie dafuer nicht zustaendig seien&#8230; wir muessten die Seguridad einer anderen comuna anrufen. Die Frage, ob sie uns gleich noch die Nummer der anderen Seguridad geben koenne, beantwortete sie mit: &#8220;Nein, das ist nicht mein Job.&#8221; Wow, dieser Frau sage ich grosse Karriere im Kundendienst einer grossen chilenischen Firma voraus. Sie koennte zum Beispiel die Schulung der Angestellten uebernehmen.<br />
133 stellte sich immer noch tot und den Besoffenen gingen nach einer gewissen Zeit auch die Flaschen aus. Denn immerhin kann man hier richtige 1-Liter-Bierflaschen kaufen, nicht so Baby-3dl-Flaeschchen. Das Arsenal ist dann nicht ganz so gross und die Wurfweite auch entsprechend kleiner.</p>
<p>Letzte Nacht gabs dann in der Nachbarschaft ein Fest. Lustig wurde es dann, als sie nach Mitternacht die Band samt Schlagzeug auf die Strasse versetzten.<br />
Nennt mich einen Spiesser, aber um 4 Uhr morgens probierte ich einmal mehr, 133 zu erreichen. Tuuut, tuuut, tuuut, tuuut, tuuut , tuuut , tuuut , tuuut. Auch die Seguridad Ciudadana machte auf tot.<br />
Um 6 Uhr 30 wurde es dann langsam still draussen, aber bis dahin war weder 133 erreichbar noch kam die Polizei vorbei. Wahrscheinlich ging einfach der Alk aus&#8230;</p>
<p>So, ich muss mal weg. Kaufe mir einen Baseballschlaeger zur Selbstverteidigung&#8230; <img src='http://guion.ch/chileblog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>Chilenische Musik &#8211; Teil III</title>
		<link>http://guion.ch/chileblog/2008/01/10/chilenische-musik-teil-iii</link>
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		<pubDate>Fri, 11 Jan 2008 02:59:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Roman</dc:creator>
				<category><![CDATA[Chile]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Typisch Chile]]></category>

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		<description><![CDATA[Im letzten Teil geht es um die Bands, die ab den 1980ern gegruendet wurden und groesstenteils heute noch bestehen.
Los Prisioneros ist eine Band, die sich waehrend der Diktatur gegruendet hat und sich daher den passenden Namen &#8220;die Haeftlinge&#8221; verpasste. Wie die Bands der 60er Jahre sangen sie gesellschaftskritische Songs, aber in Rock und New Wave [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im letzten Teil geht es um die Bands, die ab den 1980ern gegruendet wurden und groesstenteils heute noch bestehen.</p>
<p><strong>Los Prisioneros</strong> ist eine Band, die sich waehrend der Diktatur gegruendet hat und sich daher den passenden Namen &#8220;die Haeftlinge&#8221; verpasste. Wie die Bands der 60er Jahre sangen sie gesellschaftskritische Songs, aber in Rock und New Wave verpackt.<br />
[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=2uPVUhHfAuw[/youtube]</p>
<p>In Concepción, also im Sueden Chiles. gruendeten drei Studenten die Band <strong>Los Tres</strong>. Spaeter stiess noch Ángel Parra &#8211; ein Gosskind der <a href="http://guion.ch/chileblog/2008/01/03/chilenische-musik-teil-ii">Legende Violeta Parra</a> &#8211; dazu, doch der Name &#8220;Die Drei&#8221; wurde beibehalten und die Band wurde eine der erfolgreichsten Chiles ueberhaupt.<br />
[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=n-S7_f_kBXs[/youtube]</p>
<p>Ebenfalls New Wave/Rock spielen <strong>La Ley</strong> (das Gesetz). Auch sie waren sehr erfolgreich, haben Grammys gewonnen und bei MTV eine Unplugged-CD aufgenommen. Sie gingen zuletzt 2005 auf grosse Suedamerikatournee und trennten sich danach &#8211; liessen eine Wiedervereinigung aber offen.<br />
[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=ZW9GvDNC8Sw[/youtube]</p>
<p>Pioniere des Funk, Hip Hop und Soul in Chile und ganz Suedamerika sind die <strong>Los Tetas</strong><br />
[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=28WdtLHF2nM[/youtube]</p>
<p>Die bekannteste Reggaeband ist sicher <strong>Gondwana</strong>, die auch in den USA und Jamaika &#8211; dem Ursprungsland des Reggae &#8211; grosse Erfolge feiern konnten.<br />
[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=qvTlyAU0F8o[/youtube]</p>
<p>Aus den 90ern stammt die Band <strong>Los Bunkers</strong> die sich nach eigenen Angaben von den Beatles inspirieren liessen, aber auch chilenische Folklore in ihre Stuecke einfliessen lassen. Wie Los Tres stammen sie aus Concepción, also eine der wenigen Bands, die nicht aus Santiago sind.<br />
[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=wmV4ON0GgQY[/youtube]</p>
<p>Auch <strong>Lucybell</strong> kann englische Einfluesse nicht abstreiten. Unbedingt reinhoeren!<br />
[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=UJlkan6ErvU[/youtube]</p>
<p>Eher funkig spielen <strong>Chancho en Piedra</strong>, die auch durch ihre lustigen Text auffallen. Ihren Namen haben sie von einer scharfen chilenischen Sauce und vergleichen sich auch haeufig mit den Red Hot Chili Peppers.<br />
[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=tDdEBPJuJ3k[/youtube]</p>
<p>Seit der Trennung von La Ley ist dessen Saenger <strong>Beto Cuevas</strong> erfolgreich alleine unterwegs.<br />
[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=ervaIPsmTYw[/youtube]</p>
<p><strong>Chico Trujillo</strong> und seine Band spielen Ska, <a href="http://guion.ch/chileblog/2007/12/29/chilenische-musik-teil-i">Cumbia</a> und Rock. Chico ist teilweise in Deutschland aufgewachsen und ist deshalb auch oft in Europa auf Tournee.<br />
[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=TdQRm6yTXYI[/youtube]</p>
<p>Cumbia spielen auch <strong>La Sonora de Tommy Rey</strong> oder einfach Tommy Rey.<br />
[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=HMXmE1Ro9JQ[/youtube]</p>
<p>Die angesagteste Teenieband ist <strong>Kudai</strong>, die 2007 von MTV Lateinamerika als &#8220;Beste Pop Artisten&#8221; ausgezeichnet wurden.<br />
Und wenn mich nicht alles taeuscht wurde das folgende Video in Portillo gedreht, also kurz vor dem Passuebergang zwischen Santiago und Mendoza/Argentinien.<br />
[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=Ts432MdKaFA[/youtube]</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Chilenische Musik &#8211; Teil II</title>
		<link>http://guion.ch/chileblog/2008/01/03/chilenische-musik-teil-ii</link>
		<comments>http://guion.ch/chileblog/2008/01/03/chilenische-musik-teil-ii#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 04 Jan 2008 02:32:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Roman</dc:creator>
				<category><![CDATA[Chile]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Typisch Chile]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230;oder auch: &#8220;Die Legenden&#8221;.
Die Legende ist sicher Violeta Parra. Nicht nur als Musikerin, sondern auch als Malerin, Bildhauerin, Stickerin, Töpferin machte sie sich einen Namen. Und muesste ich ein Lied auswaehlen, das fuer mich stellvertretend ist fuer Chile, ich wuerde ihr &#8220;Gracias a la vida&#8221; nennen.
[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=UW3IgDs-NnA[/youtube]
Violeta Parra war auch die Vorreiterin in der Bewegung Nueva [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;oder auch: &#8220;Die Legenden&#8221;.</p>
<p><em>Die Legende</em> ist sicher <strong>Violeta Parra</strong>. Nicht nur als Musikerin, sondern auch als Malerin, Bildhauerin, Stickerin, Töpferin machte sie sich einen Namen. Und muesste ich ein Lied auswaehlen, das fuer mich stellvertretend ist fuer Chile, ich wuerde ihr &#8220;Gracias a la vida&#8221; nennen.<br />
[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=UW3IgDs-NnA[/youtube]<br />
Violeta Parra war auch die Vorreiterin in der Bewegung <em>Nueva Canción Chilena</em> (Neue Gesangsbewegung Chiles), die sich in den 1960er und 1970er Jahren um eine Wiederbelebung der chilenischen Folklore sorgte. Die Musiker reisten im ganzen Land herum und (wieder-)entdeckten Volksmusik, der sie neue Texte &#8211; meist Gesellschaftskritik und vor allem Kritik an der Regierung &#8211; versahen.<br />
Viele dieser Musiker waren Sozialisten oder Kommunisten.</p>
<p>Von Violeta Parra inspirieren liess sich auch <strong><a href="http://guion.ch/chileblog/2006/09/15/el-derecho-de-vivir-en-paz">Víctor Jara</a></strong>. Er setzte sich im Wahlkampf fuer Salvador Allende ein und schaffte sich damit auch viele Feinde. Er konnte sich nach dem Putsch nicht rechtzeitig in Sicherheit bringen und wurde fuenf Tage gefoltert und mit gebrochenen Haenden und 44 Schuessen im Koerper und gefunden.<br />
[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=ONIZuiUKPII[/youtube]</p>
<p><strong>Inti Illimani</strong> &#8211; ebenfalls eine Gruppe des Nueva Canción &#8211; befand sich zum Zeitpunkt des Putsches gerade auf Europatournee und durften bis 1989 nicht in Chile einreisen, da auch sie sich stark fuer Allende im Wahlkampf eingesetzt hatten. Durch viele Tourneen und die chilenische Solidaritaetsbewegung wurden sie in der ganzen Welt bekannt und bestehen &#8211; in anderer Zusammensetzung &#8211; immer noch.<br />
[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=-Doqe4fDgI8[/youtube]</p>
<p>Die Gruppe <strong>Illapu</strong> stammt aus dem Norden Chiles und sangen viele Protestsongs, wurden aber zunaechst in Chile geduldet. Als sie aber 1981 von einer Auslandtournee wieder einreisen wollten, wurde ihnen dies verwehrt und bis zu ihrer Rueckkehr hielten sie sich in Mexiko im Exil auf. 1988 konnten sie wieder einreisen und treten bis zum heutigen Tag immer noch auf.<br />
[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=NL6uFnOP-ck[/youtube]</p>
<p>Auch <strong>Quilapayún</strong> wurde in den 1960ern gegruendet. Sie tourten mit Víctor Jara und waren waehrend der Diktatur in Frankreich im Exil. Ihr bekanntestes Lied ist sicherlich &#8220;El pueblo unido jamás será vencido&#8221; (das vereinigte Volk wird nie besiegt werden).<br />
[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=KRH0uYgK2QQ[/youtube]</p>
<p><strong>Los Jaivas</strong> gaben an, von Pink Flyod inspiriert worden zu sein und spielen daher eher Rockmusik, also etwas anders als die oben vorgestellten Legenden. Auch sie waren im Exil, in Argentinien und Frankreich. Die verstorbenen Bandmitgliedern wurden durch ihre Kinder ersetzt und treten in dieser Zusammensetzung auf.<br />
[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=kF47V1kgnbY[/youtube]</p>
<p>Im Teil III werden dann die Helden der 80er bis heute vorgestellt&#8230;</p>
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		<title>Chilenische Musik &#8211; Teil I</title>
		<link>http://guion.ch/chileblog/2007/12/29/chilenische-musik-teil-i</link>
		<comments>http://guion.ch/chileblog/2007/12/29/chilenische-musik-teil-i#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 29 Dec 2007 16:49:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Roman</dc:creator>
				<category><![CDATA[Chile]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Typisch Chile]]></category>

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		<description><![CDATA[Bei meinem Abschiedsfest im September 2006 in der Schweiz wollte ich eigentlich neben chilenischem Essen auch chilenische Musik spielen. Ich konnte immerhin Empanadas auftreiben, aber bei der Musik blieb ich ratlos. Chilenische Musik? Keine Ahnung&#8230;
Grund genug also, hier mal die chilenische Musik vorzustellen. Zuerst die traditionellen Stile:

Cueca[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=kmc6xMjQikg[/youtube]Cueca ist so chilenisch so wie das Jodeln schweizerisch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bei meinem <a href="http://guion.ch/gallery2/main.php?g2_itemId=33" title="Fotos des Abschiedsfestes" target="_blank">Abschiedsfest</a> im September 2006 in der Schweiz wollte ich eigentlich neben chilenischem Essen auch chilenische Musik spielen. Ich konnte immerhin <a href="http://guion.ch/chileblog/2007/01/25/was-essen-und-trinken-die-chilenen" title="Was essen und trinken die Chilenen?" target="_blank">Empanadas</a> auftreiben, aber bei der Musik blieb ich ratlos. Chilenische Musik? Keine Ahnung&#8230;</p>
<p>Grund genug also, hier mal die chilenische Musik vorzustellen. Zuerst die <strong>traditionellen Stile</strong>:</p>
<ul>
<li>Cueca[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=kmc6xMjQikg[/youtube]Cueca ist so chilenisch so wie das Jodeln schweizerisch ist.</li>
<li>Cumbia[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=V5oXXPbZ0kU[/youtube]Cumbia hat seinen Ursprung zwar in der Karibik, aber in praktisch allen lateinamerikanischen Regionen gibt es eine eigene Form, die durch die Folklore der Laender beeinflusst wird. Die chilenische Cumbia wird auch Cumbia Andina genannt.<br />
Das Video wurde uebrigens in <a href="http://guion.ch/chileblog/2006/10/17/valparaiso" title="Valparaiso" target="_blank">Valparaiso</a> aufgenommen.</li>
<li>Reggaeton[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=HA9mmDg76j8[/youtube]Passt hier eigentlich nicht wirklich rein, aber Reggaeton ist unter den Jungen sehr beliebt. Es gibt kaum ein Auto oder ein Disco in Chile, aus denen nicht die Baesse des Reggaeton droehnen. Reggaeton ist &#8211; vereinfacht gesagt &#8211; eine Mischung aus Reggae und Hip-Hop und hat seinen Ursprung in Puerto Rico, woher auch die meisten Interpreten stammen.</li>
</ul>
<p>Soviel zu den Musikstilen, in Teil 2 werden die Altstars der chilenischen Musik vorgestellt&#8230;</p>
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		<title>Vorurteile</title>
		<link>http://guion.ch/chileblog/2007/11/08/vorurteile</link>
		<comments>http://guion.ch/chileblog/2007/11/08/vorurteile#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 09 Nov 2007 03:20:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Roman</dc:creator>
				<category><![CDATA[Chile]]></category>
		<category><![CDATA[Schweiz]]></category>
		<category><![CDATA[Typisch Chile]]></category>

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		<description><![CDATA[Obwohl die Mehrheit der Chilenen niemals in Europa &#8211; geschweige denn im Ausland ueberhaupt &#8211; war, haben alle ein Vorurteil ueber die Schweiz (sofern sie die Schweiz nicht mit Schweden verwechseln): Die Schweizer sind &#8220;cuadrado&#8221;, was man am besten wohl mit kleinkariert uebersetzt. Und das Verblueffende: Sie wissen das, obwohl sie vorher noch nie mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Obwohl die Mehrheit der Chilenen niemals in Europa &#8211; geschweige denn im Ausland ueberhaupt &#8211; war, haben alle ein Vorurteil ueber die Schweiz (sofern sie die Schweiz nicht mit Schweden verwechseln): Die Schweizer sind &#8220;cuadrado&#8221;, was man am besten wohl mit kleinkariert uebersetzt. Und das Verblueffende: Sie wissen das, obwohl sie vorher noch nie mit einem Schweizer geredet haben!</p>
<p>Wenn ich aber taeglich in der Metro und im Bus die Leute in ihrem taeglichen Alle-gegen-alle-Kampf beobachte, wie sie rennend und  griesgraemig sich vordraengelnd in die Metro zwaengen, dabei sich die Ellenboegen in die Maegen schlagen und nie ein Wort der Entschuldigung zu hoeren ist, dann braucht man schon seeeehr grosse Fantasie, die viel- und selbstgepriesene Latino-Lebensfreude und Offenheit zu erkennen.</p>
<p>Das Chaotische hat auch seine guten Seiten: Man parkiert einfach ueberall &#8211; Ausser im Parkverbot (existiert wirklich, und die <a href="http://guion.ch/chileblog/?p=76" title="Vor Gericht">Bussen sind saftig</a>). Als meine Freundin gestern nach Hause kam, war allerdings alles zuparkiert und sie hat das Auto im Parkverbot parkiert.</p>
<p>Heute morgen, als ich um halb acht das Haus verliess, parkierten wir das Auto um, weil es nun mehr Platz hatte und stellten das Auto am Strassenrand ab, wie das Millionen andere auch tun. Aber so ein Typ kam wie von der Tarantel gestochen aus seinem Haus gerannt und verlangte, dass wir umparkieren, da dies &#8220;sein Parkplatz&#8221; sei. Ich bat ihn, mir das Schild zu zeigen, wo sein Name drauf waere. Er meinte, dass man ein Recht darauf habe, innerhalb 20 Metern um sein Haus zu parkieren. Wir: &#8220;Ja, dann passt es ja, wir wohnen gleich da vorne.&#8221; Er wurde nur noch aggressiver und sagte, wir koennten das Auto da lassen, aber es wuerde dem Auto &#8220;etwas&#8221; (una huea) passieren.</p>
<p>Ging dann zur Arbeit und da passte es gerade zu meiner Laune, dass so ein Typ mich dauernd anstarrte. Das ist an sich zwar nichts neues, aber da war ich wirklich nicht in der Stimmung. Ich starrte also zurueck und jeder normale Mensch wuerde wegschauen&#8230; aber nicht in Chile. Der starrte und starrte Loecher &#8211; Bis ich dann mich offensichtlich zu ihm rueberbeugte und ihn anstarrte.</p>
<p>Kurze Zeit spaeter schickte mir Paola eine Nachricht, dass sie in der Beifahrertuere des Autos eine Beule entdeckte, die ganz neu war! Der Fall war natuerlich klar, aber ohne Zeugen ein bisschen schwierig. Ausserdem nach dem Erlebnis mit dem <a href="http://guion.ch/chileblog/?p=75" title="Was fuer eine Woche">gestohlenen Auto</a> war auch klar, dass die Carabineros nicht <em>die</em> grosse Hilfe sein werden.</p>
<p>Nach der Arbeit hatte ich mir die Beule mal angeschaut und zufaellig kam der Nachbar auch gerade angefahren. Schon beim Aussteigen sah ich, dass er fast in die Hosen machte &#8211; Ich meine, was gibt es feigeres als eine Beule in ein Auto zu machen&#8230;?</p>
<p>Ich sagte ihm nur, dass ich keine Lust habe, mit ihm zu diskutieren und wir nun zur Polizei gingen um Anzeige zu erstatten. Danach koenne er dann via unserem Anwalt kommunizieren. Ausserdem haetten wir eine Zeugin. (Nicht wirklich &#8211; Nur eine Nachbarin, die aehnliche Erfahrungen mit dem Kerl gemacht hatte.)</p>
<p>Er wollte mir dann klar machen, dass es &#8220;in Chile&#8221; halt eine Regel gaebe. Neuzugezogene muessten den Befehlen den Alteingesessenen folgen! Das sei eine Frage von Moral und Respekt! Ich teilte ihm mit, dass seine Beulenaktion wohl kaum von Moral und/oder Respekt zeuge.</p>
<p>Aber eigentlich wollte ich auf diesen Bloedsinn wirklich nicht reagieren und ich kam ja nicht um zu streiten, sondern nur um ihm ein bisschen Angst zu machen&#8230; Habe dann auch noch demonstrativ meine Kamera hervorgeholt, um ein paar Fotos zu machen.</p>
<p><img src="http://guion.ch/chileblog/fotos/_IMG_1583.JPG" alt="Auto 1" align="middle" border="1" hspace="0" vspace="0" width="440" /></p>
<p><img src="http://guion.ch/chileblog/fotos/_IMG_1584.JPG" alt="Auto 2" align="middle" border="1" hspace="0" vspace="0" width="440" /></p>
<p><img src="http://guion.ch/chileblog/fotos/_IMG_1585.JPG" alt="Auto 3" align="middle" border="1" hspace="0" vspace="0" width="440" /></p>
<p>Wir waren dann schon bereit, zur Polizei zu gehen, als es an unsere Tuere haemmerte. Mal die Kette montiert und vorsichtig geschaut: Ah, perfekt, wir koennen den Weg sparen. Denn da waren sie ja schon, die Carabineros!</p>
<p>Der Paco hat dann in einem aggressiven Ton erklaert, dass es eine Beschwerde gaebe und wir das Auto umparkieren muessten. Es wuerde ausserdem schon Tage da stehen.<br />
Wir haben ihm dann unsere Sichtweise erklaert und ihm wurde schnell klar, was wirklich abging. Aber auch er riet mir, den <a href="http://guion.ch/chileblog/?p=77" title="In der Schlange">Widerstaenden auszuweichen</a>, umzuparkieren und in Zukunft nicht mehr vor dem Nachbarshaus zu parkieren.</p>
<p>Ich fragte ihn dann, ob Chile so funktioniere, dass der Recht bekomme, der Gewalt und Drohungen anwende. Natuerlich sei das nicht so und riet uns trotzdem, auf eine Anzeige zu verzichten, da am Schluss eh Wort gegen Wort stehen wuerde. Und ausserdem koennte das fuer mich als Auslaender unangenehm werden.</p>
<p>Na ja, die Cops werden einen Bericht ueber diesen Einsatz schreiben. Deshalb verzichteten wir dann darauf, eine Anzeige einzureichen &#8211; was ja eh nutzlos waere. Das beste ist sowieso, Idioten zu ignorieren.</p>
<p>UND DER NAECHSTE CHILENE, DER MIR ERKLAEREN WILL, DASS SCHWEIZER &#8220;CUADRADO&#8221; SIND, KRIEGT EINE LUSTIGE GESCHICHTE ZU HOEREN!</p>
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